Marcelo und Rulo, Katha´s Trainer in Madrid, brauchten nicht besonders lange für ihre erste Einschätzung. Katha könne die Schläge, sagten sie. Jetzt müsse sie nur noch lernen, Padel zu spielen.
Das klingt zunächst ein wenig so, als würde man jemandem nach dem Abitur erklären, das Alphabet sitze schon ganz ordentlich. Gemeint war es weniger vernichtend, als es sich anhört. Die Technik ist da, die Athletik auch. Was fehlt, ist das, was sich schlechter in Zeitlupe zeigen lässt: die richtige Entscheidung im richtigen Moment.
Padel besteht nicht nur darin, den Ball möglichst präzise dorthin zu spielen, wo gerade niemand steht. Es geht darum, zu wissen, warum man ihn dorthin spielt. Wann ein Schlag Zeit verschafft. Wann er dem Gegner Zeit nimmt. Wann man angreift, wann man wartet und wann der spektakulärste Ball vor allem deshalb spektakulär ist, weil ein vernünftigerer die bessere Idee gewesen wäre.
Katha lernte in den ersten Tagen mehrere neue Schläge. Und mit jedem neuen Schlag wuchs nicht nur ihr Repertoire, sondern auch die Zahl der Möglichkeiten, sich im falschen Moment für den falschen zu entscheiden. Fortschritt ist schließlich selten die angenehme Erfahrung, plötzlich mehr zu können. Meistens beginnt er damit, sehr viel genauer zu erkennen, was man alles noch nicht richtig macht.
Also wurde trainiert. Morgens in der Gruppe, nachmittags einzeln, bald zusätzlich im Gym. Dazwischen Kaffee, Autofahrten und die tägliche Erkenntnis, dass Madrid vor allem dann sehr groß ist, wenn die Padelanlage am anderen Ende liegt. Der Tagesablauf bekam schnell die Verlässlichkeit eines Stundenplans: aufstehen, Kaffee holen, trainieren, essen, wieder trainieren, Material sichten, schneiden, planen. Und am Abend Tapas, weniger aus touristischer Neugier als aus der pragmatischen Einsicht, dass die eigene Küche nicht zwingend der Ort sein musste, an dem man länger als nötig verweilte.
Während Katha in Madrid lernte, ihr Spiel neu zu ordnen, versuchte Lena in Deutschland zunächst, ihr Knie wieder in eine belastbare Reihenfolge zu bringen. Arzttermine, Physiotherapie, Training, neue Einschätzungen. Die ersten Prognosen klangen eher nach Geduld als nach Flugticket.
Sportlerinnen haben allerdings ein besonderes Verhältnis zu solchen Prognosen. Sie hören „mehrere Wochen Pause“ und beginnen noch im selben Moment darüber nachzudenken, wie belastbar das Wort „mehrere“ eigentlich gemeint ist.
Also wurde behandelt, mobilisiert und vorsichtig getestet. Katha und Lena telefonierten mehrmals am Tag. Die eine berichtete von Schlägen, die sie bisher nicht kannte. Die andere von Bewegungen, die langsam wieder möglich wurden. Zwei Trainingspläne, nur einer davon auf einem Court.
Dann kam die Nachricht, dass Lena vorsichtig wieder beginnen darf. Noch keine langen Ballwechsel, keine schnellen Richtungswechsel und möglichst keine überflüssigen Heldentaten. Aber erste Schläge, Techniktraining und Belastung in kleinen Dosen. Genug jedenfalls, um einen Flug zu buchen.
Damit bekam die Geschichte erneut eine Richtung, die wir einige Tage zuvor noch nicht kannten. Aus dem ungeplanten Solo konnte wieder das ursprünglich geplante Doppel werden. Nicht ganz so, wie es im Konzept stand, dafür sehr viel näher an dem, worum es in dieser Dokumentation ohnehin geht.
Während Katha lernen musste, wann sie welchen Ball spielt, musste Lena zunächst herausfinden, wann ihr Körper wieder mitspielt. Die eine arbeitete an ihrem Spielverständnis, die andere am Vertrauen in das eigene Knie. Beides lässt sich trainieren. Beides lässt sich nur bedingt beschleunigen.
Und dann war Lena wieder in Madrid. Was daraus für das Training, für die beiden und für ihre gemeinsame Reise werden wird, bleibt offen.
Einen besseren Übergang in die nächsten Folgen hätten wir schreiben können.
Nur wahrscheinlich keinen ehrlicheren.

Die Social-First-Dokureihe entsteht aktuell mit einer kleinen Crew in Madrid, gemeinsam mit unseren Partnern HanseMerkur und natural elements.

Eigentlich war die Sache klar: Katharina Hering und Lena Plümer fahren gemeinsam nach Madrid. Zwei der besten deutschen Padelspielerinnen, ein paar Wochen Training auf professionellem Niveau und eine kleine Filmcrew, die sie dabei begleitet. Nicht, um hinterher aus den schönsten Bildern eine Heldengeschichte zu schneiden, sondern um eine ziemlich einfache Frage zu beantworten, auf die es erstaunlich viele komplizierte Antworten gibt: Was braucht es eigentlich, um wirklich besser zu werden?

Madrid schien dafür ein geeigneter Ort. Schließlich wird Padel dort nicht nur auf einem anderen Niveau gespielt, sondern mit einer Selbstverständlichkeit, die man hierzulande erst noch entwickelt. Die Ballwechsel sind schneller, das Training intensiver, der Druck höher. Wer in Deutschland ziemlich gut ist, kann dort innerhalb weniger Trainingseinheiten feststellen, dass „ziemlich gut“ eine ausgesprochen dehnbare Maßeinheit ist. Dann verletzte sich Lena bei einem Turnier. Und aus einem gemeinsamen Flug wurden plötzlich ein Ticket und viele offene Fragen.

Katha ist inzwischen allein nach Madrid gereist. Lena arbeitet daran, wieder fit zu werden. Ob das klappt, wissen wir nicht. Was wir allerdings wissen: Unsere ursprünglich geplante Dokumentation hat damit schneller eine neue Dramaturgie bekommen, als wir sie hätten schreiben können. Vielleicht ist das sogar ganz passend. Denn Entwicklung verläuft schließlich selten so ordentlich, wie sie hinterher erzählt wird. Wer Sportdokumentationen kennt, kennt auch ihre bevorzugte Mathematik: Rückschlag plus harte Arbeit ergibt Erfolg, dazu ein bisschen Musik, Zeitlupe und am Ende möglichst etwas Silbernes zum Hochhalten. Nur funktioniert Leistungssport im echten Leben leider weniger zuverlässig nach Drehbuch.

Mit „Vamos KathaLena“ produzieren wir gerade unsere erste Social-First-Dokureihe rund um Katharina Hering und Lena Plümer. Die Idee dahinter war zunächst ziemlich geradlinig: Zwei der besten deutschen Padelspielerinnen gehen nach Madrid, trainieren dort auf professionellem Niveau und finden heraus, was passiert, wenn deutsches Spitzenniveau auf spanischen Padel-Alltag trifft. Wir begleiten sie dabei.

Wir erzählen nicht erst, was passiert ist, wenn längst feststeht, wie die Geschichte ausgegangen ist. Wir wollen dabei sein, während sie passiert. Wenn Katha in Madrid zum ersten Mal merkt, was internationales Tempo tatsächlich bedeutet. Wenn ein neuer Schlag plötzlich funktioniert und der nächste überhaupt nicht. Wenn aus Selbstbewusstsein ein Reality Check wird, aus Frust vielleicht Erkenntnis und aus dem Gedanken „Das kann ich“ zunächst ein etwas kleineres „Das muss ich wohl noch lernen“.

Unsere Kamera bleibt nicht nur drauf, wenn es gut aussieht. Sie bleibt auch dann an, wenn das Training in den Beinen steckt, die Konzentration nachlässt und der zwanzigste Ball noch immer nicht dort landet, wo er verdammt noch mal hin soll. Wir filmen die schnellen Ballwechsel und die langsamen Erkenntnisse. Genau dazwischen liegt vermutlich das, was man Entwicklung nennt.

Und während in Madrid Bälle gegen Glas fliegen, läuft einige Kilometer weiter nördlich eine zweite Geschichte weiter. Lena versucht zurückzukommen. Ob sie rechtzeitig fit wird und aus dem ungeplanten Solo wieder das ursprünglich geplante Doppel machen kann, ist offen. Einen Cliffhanger hätten wir uns für die Serie also ausdenken können. Die Realität war nur schneller.

Vielleicht kommt Katha aus Spanien zurück und spielt besser. Vielleicht kommt sie zurück und weiß vor allem sehr viel genauer, wie groß der Abstand zum internationalen Niveau tatsächlich ist. Wahrscheinlich wird beides stimmen. Denn besser zu werden bedeutet manchmal weniger, plötzlich alles zu können, als ziemlich genau zu verstehen, was man noch nicht kann.

Davon soll „Vamos KathaLena“ erzählen: nicht vom fertigen Erfolg, sondern von dem ziemlich anstrengenden Stück davor. Vom Gewinnen und Lernen, von Selbstbewusstsein und Realität, von Deutschland und Spanien und von zwei Spielerinnen, deren gemeinsamer Weg gerade ganz anders verläuft als geplant.

 

Die Social-First-Dokureihe entsteht aktuell mit einer kleinen Crew in Madrid, gemeinsam mit unseren Partnern HanseMerkur und natural elements.

 

Zwölf Millionen sind eine schöne Zahl.

Sie passt gut in Überschriften. Man kann sie leicht zitieren, leicht weiterreichen und auch beeindruckt darüber nicken.

Die interessantere Zahl ist für uns allerdings eine andere. Sechshundert.

Sechshundert klingt erstmal erstaunlich unspektakulär. Es ist weder rund genug für einen Rekord noch krumm genug, um es sich zu merken. Sechshundert klingt nach Hausnummern, Seitenzahlen oder der Zahl ungelesener E-Mails nach dem Urlaub.

Für uns erzählt sie trotzdem eine Geschichte. Nicht von Größe, sondern von Möglichkeiten. Sechshundert Orte, an denen sich zwei Menschen zum ersten Mal gegenüberstehen und zwei Stunden später nebeneinander vom Court gehen.

Sechshundert Chancen, dass jemand sagt: „Ich wollte eigentlich nur mal ausprobieren.“

Sechshundert Treffpunkte für Feierabende, Eltern-Kind-Matches, erste Turniere, spontane Revanchen und die berühmte letzte Runde, die dann doch noch gespielt wird.

Und dann gibt es noch die Zahl Zwei.

Zwei Unternehmen. Zwei Netzwerke. Zwei Erfahrungen. Zwei Ideen davon, wie dieser Sport wachsen kann.

Genau deshalb freuen wir uns über die Partnerschaft mit der Compagnie des Alpes und UrbanPadel. Nicht, weil sie aus rund 350 Courts mehr als 600 macht.

Sondern weil aus zwei Netzwerken eines wird. Und aus einer Zahl plötzlich sechshundert Möglichkeiten, Menschen zusammenzubringen.

Vielleicht ist das ohnehin die einzige Mathematik, die im Padel wirklich zählt.

Zwei sind mehr als eins. Und sechshundert sind nie einfach nur sechshundert.

Padel hat einen charmanten Widerspruch.

Von außen wirkt der Sport leicht. Vier Menschen, ein gelber Ball, ein Court aus Glas. Man lacht, spielt den Ball über Bande, entschuldigt sich für Netzroller und bestellt nach dem Match noch gemeinsam einen Kaffee.

Von innen betrachtet ist Padel allerdings erstaunlich anspruchsvoll. Es ist ein Sport, der Richtungswechsel liebt, Reaktionsschnelligkeit verlangt und den Körper permanent zwischen Sprint, Stopp und Beschleunigung pendeln lässt. Wer einmal eine längere Rally gespielt hat, weiß: Nach außen sieht das mühelos aus. Nach innen arbeitet jede Muskelgruppe Überstunden.

Vielleicht liegt genau darin eines der größten Missverständnisse über Padel. Viele glauben, besser werde man ausschließlich auf dem Court.

Tatsächlich beginnt der Fortschritt oft dort, wo gerade kein Ball fliegt.

Beim Training der Beinmuskulatur, die den nächsten Ausfallschritt überhaupt erst möglich macht. Im Core-Workout, das dem Smash Stabilität verleiht. Auf dem Ergometer, wenn die Kondition für den entscheidenden dritten Satz aufgebaut wird. Oder bei der Mobility-Einheit, die dafür sorgt, dass man am nächsten Morgen nicht läuft wie jemand, der versehentlich einen Kleiderschrank getragen hat.

Padel ist eben kein Sport, der nur mit Talent funktioniert. Sondern einer, der dem Körper dankbar ist, wenn man sich auch außerhalb des Courts um ihn kümmert.

Genau deshalb freuen wir uns über unsere Partnerschaft mit all inclusive Fitness.

Nicht, weil irgendwo ein weiteres Logo auftaucht. Sondern weil hier zwei Welten zusammenfinden, die sich erstaunlich gut ergänzen.

Padel lebt von Dynamik. Fitness schafft die Grundlage dafür.

Gemeinsam wollen wir unserer Community künftig genau die Möglichkeiten bieten, die das Spiel langfristig besser machen: Zugang zu modernen Kraft- und Cardiobereichen, Functional Training, Kursen, Regenerationsangeboten und einem deutschlandweiten Netzwerk an Studios. Nicht als Selbstzweck. Sondern weil all das irgendwann wieder dort ankommt, wo es zählt – auf dem Court.

Der bessere erste Schritt. Die schnellere Reaktion. Der Ball, den man im dritten Satz eben doch noch erreicht. Oder die Schulter, die auch nach hundert Smashes noch mitspielt.

Uns gefällt der Gedanke, dass eine Partnerschaft nicht dort endet, wo sie unterschrieben wird. Sondern dort beginnt, wo sie für unsere Community einen Unterschied macht.

Deshalb verstehen wir Kooperationen nicht als Werbeflächen, sondern als Spielflächen. Als Möglichkeit, den Sport weiterzudenken. Menschen zusammenzubringen. Neue Angebote zu schaffen. Training intelligenter zu machen. Und Padel nicht nur populärer, sondern auch besser.

Denn am Ende stellen wir uns bei jeder Partnerschaft dieselbe Frage.

Macht sie Padel für unsere Community ein Stück besser?

Wenn die Antwort Ja lautet, ist sie mehr als eine Kooperation.

Dann ist sie ein guter Match. Und genau das ist all inclusive Fitness für PadelCity.

Sportarten spiegeln oft ihre Zeit wider. Und Padel scheint perfekt in unsere Gegenwart zu passen.

Wir suchen nach Bewegung, aber ohne Leistungsdruck. Nach Gemeinschaft, aber ohne komplizierte Vereinsstrukturen. Nach Erlebnissen, die sich spontan in den Alltag integrieren lassen.

Padel liefert genau das.

Eine Stunde reicht für ein intensives Match. Schläger können bei uns ausgeliehen werden. Die Regeln sind schnell gelernt. Und weil fast immer zu viert gespielt wird, entsteht automatisch das, was vielen anderen Sportarten verloren gegangen ist: echte Begegnung.

Vielleicht erklärt das auch, warum man nach einem Padel-Match selten einfach nach Hause fährt. Man bleibt noch auf einen Kaffee. Redet über den verrückten Ballwechsel bei 40:40. Verabredet sich für nächste Woche.

Noch nie Padel gespielt? Das solltest du jetzt wissen und dann ab auf den Court!

Die gute Nachricht: Du brauchst fast nichts.

  • Sportkleidung, in der du dich wohlfühlst.
  • Hallen- oder Tennisschuhe mit gutem Grip.
  • Einen Padel-Schläger – den kannst du bei PadelCity ganz unkompliziert ausleihen.
  • Drei Mitspieler. Oder einfach die Community, denn über die App findest du schnell passende Spielpartner.

Und das Wichtigste: Du musst kein Tennisprofi sein.

Im Gegenteil. Viele Menschen, die noch nie einen Schläger in der Hand hatten, entdecken gerade durch Padel ihre Liebe zum Racketsport.

Kurioserweise gibt es Sportarten, die kommen nicht mit großem Getöse. Sie schleichen sich an. Erst erzählt ein Kollege davon. Dann tauchen plötzlich Videos in der Timeline auf. Ein Freund sagt den Tennistermin ab, weil er „heute Padel spielt“. Und ehe man sich versieht, steht man selbst in einem Glas-Court und fragt sich, warum man diesen Sport nicht schon viel früher entdeckt hat.

Padel ist gerade dabei, genau diesen Weg zu gehen. Was in Spanien und Argentinien längst Volkssport ist, entwickelt sich auch in Deutschland zu einer Bewegung. Die Zahl der Courts wächst, die Community ebenso. Und mit ihr die Frage, die derzeit viele stellen:

Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash – allerdings mit deutlich niedrigerer Einstiegshürde und einem hohen Spaßfaktor. Gespielt wird fast immer im Doppel, auf einem 20 x 10 Meter großen Court mit Glaswänden und Gittern. Der Clou: Die Wände gehören zum Spiel und dürfen ähnlich wie beim Squash mit einbezogen werden.

Die Regeln sind schnell erklärt, die ersten Ballwechsel gelingen oft schon nach wenigen Minuten. Und genau das macht den Unterschied.

Während andere Sportarten erst einmal Geduld verlangen, belohnt Padel seine Spieler vom ersten Schlag an.

Warum begeistert Padel Millionen Menschen?

Die Zahlen sprechen für sich. Weltweit spielen inzwischen mehr als 30 Millionen Menschen Padel. In Spanien gibt es bereits mehr Padelspieler als Tennisspieler. Und auch in Deutschland wächst die Sportart mit beeindruckender Geschwindigkeit.

Doch Zahlen allein erklären nicht, warum Menschen nach der ersten Session häufig sofort die nächste buchen.

Padel hat etwas, das man nur schwer messen kann: Es macht schnell glücklich.

Der Court ist kleiner als beim Tennis, die Wege kürzer, die Ballwechsel länger. Dadurch entstehen weniger Frust und mehr Erfolgserlebnisse. Man spielt miteinander statt gegeneinander, feuert sich an, lacht über missglückte Bälle und feiert spektakuläre Rettungsaktionen an der Glasscheibe.

Padel ist Wettbewerb und Gemeinschaft zugleich.

Ein Sport für alle. Wirklich. Vielleicht ist genau das das Erfolgsgeheimnis.

Padel verlangt weder jahrelange Erfahrung noch perfekte Technik. Ob Anfang zwanzig oder Mitte sechzig, ob sportbegeistert oder Wiedereinsteiger: Die ersten Erfolgserlebnisse lassen nicht lange auf sich warten.

Kinder spielen mit Eltern. Freunde mit Freunden. Arbeitskollegen treffen sich nach Feierabend. Und Menschen, die sich vorher nicht kannten, verlassen den Court oft als neue Trainingspartner.

Padel bringt eben Menschen zusammen und zwar ganz unabhängig von Alter oder Spielniveau.

Als Enrique Corcuera Ende der 1960er Jahre auf seinem Grundstück in Acapulco einen Tennisplatz bauen wollte, hatte er vermutlich vieles im Kopf. Einen globalen Sportboom allerdings eher nicht.

Das Problem war denkbar profan: Der Platz reichte schlicht nicht aus.

Was heute nach einer Szene aus einem Pixar-Film klingt – „Mann hat zu wenig Garten und erfindet versehentlich eine neue Sportart“ – war damals schlicht Improvisation. Corcuera verkleinerte das Spielfeld, zog Wände um die Fläche und passte die Regeln an die Gegebenheiten an. Nicht aus revolutionärem Ehrgeiz, sondern weil eben die Realität manchmal kreativer ist.

Ohne es zu ahnen, legte der mexikanische Unternehmer damit den Grundstein für einen Sport, der Jahrzehnte später Millionen Menschen begeistern sollte.

Die Geschichte des Padel beginnt also nicht in einem Verband, nicht in einem Labor für Sportinnovationen und auch nicht mit einer PowerPoint-Präsentation. Sie beginnt mit einer pragmatischen Lösung. Ein kleinerer Court, umgeben von Wänden, auf dem sich längere Ballwechsel und ein völlig neues Spielgefühl entwickeln.

Und wie so oft bei guten Ideen verbreitete sich auch Padel nicht durch große Werbekampagnen. Sondern durch Menschen, die nach dem ersten Match sagten:

„Das musst du unbedingt ausprobieren.“

Von Acapulco in die Welt

Mehr als fünfzig Jahre später wird Padel in über 90 Ländern gespielt. Millionen Menschen stehen Woche für Woche auf dem Court, neue Anlagen entstehen im Rekordtempo und auch Deutschland erlebt gerade, was Spanien bereits vor Jahrzehnten erfahren hat.

Dass manchmal die besten Geschichten mit einem Problem beginnen. In diesem Fall mit einem zu kleinen Garten.

Vielleicht ist genau das das Schönste an Padel: Dass eine der am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt aus der Erkenntnis heraus entstanden ist, dass man manchmal einfach mit dem spielt, was man hat.

Und dass daraus etwas ziemlich Großes werden kann …